Spieltechnik - Programme
   
 

Programme


1) Transponieren

Um die Tonfolgen in anderen Tonarten (auf anderen Ton-Ebenen) zu spielen, muß der Grundton verändert und die ganze Tastatur diesem angepaßt werden: dies geschieht durch Betätigen der jeweiligen, dem gewünschten Ton entsprechenden Drucktaste, die unterhalb der Taste angebracht ist.

 
 
 


2) Oktavierung, Koppelung, Mixturen

Eine Oktavierung der Töne eines Manuals wird durch Eindrücken der oberen 1 -Taste (Oktav) und Koppelung der beiden Manuale erreicht. Diese Oktavkoppelung läßt sich auf allen zur Verfügung stehenden Tonstufen erzielen. Mixturen erhält man u.a.durch Koppelung verschieden eingestellter Grundtöne (bitonales Spiel)


a.Oktavkoppelung

b.Koppelung versch. Grundtöne (bitonale Koppelung, z.B. Quint)

 

3) Rasche Oktavierung mit dem Stellrad, Klangkorrektur, Klangverschärfung

Das Stellrad zur Oktavierung erlaubt, den Tonbereich des Instruments zu vergrößern und die Oktavlage rasch anzupassen. Dies ist beispielsweise notwendig, um bei ungewünscht dichter Klangkombination zweier verschiedener Skalen die Tonabstände zu vergrößern - ähnlich einer weiten Lage bei Akkorden. Durch das Oktavieren des unteren Manuals unter Beibehaltung des Grundtons im oberen Manual können die Grundtöne vertauscht werden. Da sie aber durch diese Operation in keiner harmonischen Beziehung mehr zueinander stehen, klingen die so entstehenden Klangkombinationen oft scharf dissonant und können für Effekte eingesetzt werden.

 
 
 

4)Mixturen

Überraschende Klangeffekte können durch das Hinzufügen leicht vorprogrammierbarer Mixturen erzielt werden. Die Eingabe erfolgt über ein gesondertes Display: programmiert werden die Abstände der in einem Gesamtklang enthaltenen Einzeltöne. Durch Eingabe von beispielsweise 3-3-2 wird der angeschlagene Ton durch Obertöne in den angegebenen Abständen ergänzt, im Spiel ergeben sich Klangketten:

angeschlagener Ton  

Gesamtklang

Kette:

 
 
 
 

 

Mixtur-Koppelung:

Selbstverständlich sind gleiche und verschiedene Mixturen beider Manuale miteinander kombinierbar oder können gekoppelt werden. Es ergeben sich dabei sehr komplexe Mixturen-Klänge, wie das folgende Beispiel zeigt:

Unteres Manual: Grundton (1), Mixtur 3-3-4
oberes Manual: Quinte (3), Mixtur 2-3-3.
Beim Anschlag einer Taste (8.Naturton, violette Taste) kommt es zu folgendem Zusammenklang:


5) Untertonreihen

Durch einfaches Umschalten (+/-) wird aus der Obertonreihe eine Untertonreihe.
Die Verwendung von Untertonskalen ist noch wenig gebräuchlich - im Zusammenklang sind sie fiktiy, aber auf dem new keyboard ohne weiteres spielbar. Untertonklänge sind harmonisch und haben einen deutlich hörbaren "Moll-Charakter" - selbst dann, wenn die sogenannte Moll-Terz (kleine Terz) im Zusammenklang gar nicht enthalten ist.

 

Optische Anzeige der Untertöne:
Da im Grunde dieselben Tasten für die Untertonskalen verwendet werden, ist lediglich eine Änderung der Farbe für die vier Harmonietasten vorgesehen: Quint (in der Untertonreihe die Unterquint) und Oktave (Prim) bleiben farblich unverändert, nur die Terz und die Naturseptim tauschen die Farbe.
Aus der Naturterz (blau) wird die Unterseptim (grün) und aus der Naturseptim (grün) wird die Unterterz (blau). Auf den ersten Blick ist so erkennbar, ob man sich auf einem Manual in Obertönen oder in Untertönen bewegt.


6) Oberton-Untertonkombinationen, Koppelung

Auf die gleiche Weise wie Obertonklänge lassen sich auch die Untertonklänge kombinieren, und ebenso durch Koppelung zwei Untertonskalen miteinander verbinden.
Völlig neu ist die Koppelung, bzw. Kombination von Unter- und Obertonreihen, die mitunter erstaunliche Klangergebnisse liefert. Voll von Spannung, aber ohne schneidende Schärfe sind jene Kombinationen, die vom gleichen Grundton (In den Untertonreihen ist der "Grundton" oben!) ausgehen; andere Kombinationen hingegen gewinnen sehr an Schärfe und Dissonanz.